Bauen – Bärchi – Isenthal – Isleten – Bauen

urnerseeAls kleine Warmlauftour habe ich dann bei schönen, aber auch sehr heißen Wetter unseren Klassiker genutzt. Der Aufstieg von Bauen ist nahezu unverändert, ein wenig aufpassen muss man, man durchquert Steinschlaggebiet. Der Abstieg von Bärchi in Richtung Isenthal wurde zum Vorteil verändert, man muss jetzt nicht mehr den Holzweg laufen, sondern kurz hinter dem Bauernhaus auf Bärchi, kann man einen Wanderweg in Richtung Isenthal nutzen. Man kommt ungefähr in Höhe der Kläranlage aus, ein kurzes Stück über die Straße wieder hoch und über den Märchenweg geht es dann wieder runtesurferr nach Isleten. Auf Grund der guten Windlage gab es natürlich auch einiges an Wassersportlern auf dem See. Da ich ein wenig Vollast simulieren wollte, hab ich natürlich auch meine Kamera ins Gepäck gepackt. Es hat sich wirklich gelohnt. Lange Rede kurzer Sinn, hier ein Link zu den Bildern von dieser Tour und von Wassersportlern: https://www.apeters.net/bilder/berge/schweiz/bauen072015/index.html

Freeride Camp in Davos

Nach über 50 Jahren mal wieder Davos. Nicht das ich mich an das erste mal Davos noch wirklich erinnern kann, aber Davos stand dann doch auf der „To-Do-Liste“. Ich wollte eigentlich mit Frosch in das Derby, das Derby wurde mir aber auf Grund einer Altersbeschränkung verweigert. Also habe bei Frosch die Alternative Real gebucht. Hinzu kam das Freeride Camp Classic, welches ein lokaler Anbieter durchführte. Das Real ist ein Hotel, welches komplett in den 70er Jahren stehen geblieben ist. Einzig der Essensraum hat Scharm, an allem anderen müsste dringend was getan werden. Aber ich war ja nicht zum Hotel testen da, sondern zum Skifahren. Direkt nach der Ankunft und einem ausgiebigen Frühstück ging es auf die Piste. Die Parsenn Bahn ist vom Real gut 300 m entfernt und sehr schnell zu erreichen. Einfach rein ins Skigebiet und mal schauen was es gibt, war das Tagesmotto. Traumhaftes Wetter erleichtert die Orientierung ja doch deutlich. Bilder von dieser Woche gibt es natürlich auch: https://www.apeters.net/bilder/ski/2015davos/index.html

Tag 1 Parsenn

Tag 1 Parsenn

Den ersten Tag habe ich dann mit Skitracks mitgeschnitten. Die „Leistungsdaten“ seht ihr links. Das Parsenn Skigebiet ist sehr unkritisch und Schweiz typisch sehr gut ausgeschildert. Erst mal ein lockeres Einfahren am Rapid, ein Sessellift der parallel zur zweiten Sektion der Parsenn Bahn verläuft, dann hoch auf den höchsten Punkt, die Weissfluh. Aussicht genießen und einfach mal die lange Abfahrt nach Klosters. Beim zurück nach Davos, gibt es ein paar Stellen bei denen man dann doch auch die Armmuskulatur trainieren kann. Tagesabschluss war dann die Abfahrt über die schwarze 7. Diese Piste endet direkt am Real. Von den Zimmern mit Balkon kann man direkt auf die Skipiste spucken. Die Piste war sehr gut zu befahren, weil sie relativ weich war, ich würde sagen, dass bei den Verhältnissen die Piste doch eher eine rote Piste ist. Ist die aber hart und eisig, wird richtig kritisch und dann „verdient sie sich auch ihre schwarze Auszeichnung. Vom Balkon des Real gibt es mit Sicherheit dann ein interessanteres Programm, als das was im Fernsehen läuft.

-18 Grad und heftiger Wind

Tag 2

Tag 2 war ich auch im Skigebiet Parsenn, ich sag mal so, da brauchte man ein wenig Durchhaltevermögen. Temperaturen bei 18 Grad Minus und ein sehr zügiger Wind um die 50 Km/h. Fotos davon gibt es nicht, ich bin kein Schlechtwetterfotografierer 😉 Ich habe mir aber von meiner Mitfahrerin Uta ein Bild ausgeliehen, was eigentlich alles sagt! Gestartet wurde, wie bei Frosch ja üblich, mit einer Skigebietestour. Anja vom Frosch Team gab ihr bestes, aber bei den Verhältnissen, war das alles andere als einfach, weil hie und da doch ganz ordentliche Böen über den Berg zogen und die Verständigung etwas schwieriger war. Nachmittags wurde es ein wenig besser.

Tag 3 war dann unserer erster Freeride Tag mit dem Guide Jürg von inandout events. Wir trafen uns vor dem Derby, insgesamt waren wir 10 Leute die Freeride gebucht hatten. Es wurden zwei Gruppen gebildet, wir waren dann eher die internationale Gruppe, mit zwei Schweizern (Jürg und Christoph), einem Engländer (Kevin) und drei deutschen (Uta, Thomas und meine Wenigkeit). Die Verhältnisse waren auch nicht wirklich prickelnd, leichter Schneefall und heftiger Wind bei deutlichen Minusgraden. Erst mal ein lockeres Einfahren neben der Piste, Jürg wollte sich wohl auch erst einmal unser skifahrerisches Können ansehen. Nach gut zwei Stunden, ging es dann an die Theorie. Ein Piepser wurde vergraben, dann ging es daran, den zu finden. Hierbei gab es Erklärungen wie man am sinnigsten vorgeht. Auch demonstrierte Jürg, die verschiedenen Arten von Piepsern. Nächste Übung war die die Suche von mehreren Piepsern. Nach gut einer Stunde waren wir dann auf Grund der Temperaturen ein wenig ausgekühlt, so dass es auf die Hütte ging. Nach einem warmen Getränk und etwas zu Essen, gab kam Teil II der Theorie. Wie und wo entstehen Lawinen stand im Vordergrund. Welche Art von Lawinen gibt es und wie entstehen sie. Zusätzlich erklärte Jürg, was noch außer Sonde und Schaufel mit in den Rucksack sollte. Wir haben es dann noch mal auf der ungespurten Piste neben dem Seetäli Lift probiert, dass war aber nicht wirklich der Bringer, eine reines von Stange zu Stange fahren. Zudem froh der Schnee  direkt auf der Skibrille, eine Orientierung wo oben und unten war, war auf Grund der Suppe richtig schwierig. Ein wenig tiefer wurde die Sicht dann besser. Gegen 15:00 Uhr ging es dann über die schwarze 13 nach Wolfgang.

Talabfahrt Kloster

Talabfahrt Klosters

Am nächsten Tag hatten wir dann einen neuen Guide. Christoph löste Jürg für die nächsten zwei Tage ab. Da wir die Theorie an Tag zuvor abgehandelt hatten, ging es heute so richtig ans Skifahren. Bei wunderschönem Wetter war das das Parseen Gebiet unser Ziel, hier aber weit ab der Pisten. Durch die beiden schlechten Tage mit einigem an Schneefall, waren die Verhältnisse neben der Piste natürlich sehr gut. Erst ging es abseits der Pisten hinunter nach Wolfgang und mit dem Skibus wieder zurück zur Parsenn Bahn. Vom Ende der zweiten Sektion der Parsenn Bahn steuerten wir unterhalb der Totalp in Richtung schwarze 13. Auf der schwarzen Piste 13 angekommen, haben wir dann unsere Ski geschultert und sind das kurze Stück bis zur Gruobenalp wieder hoch gelaufen. Durch dieses hoch laufen konnten uns eine wiederholte Abfahrt nach Wolfgang sparen. Über den Gotschnagrat war dann das Ziel Klosters. Von Klosters aus ging es dann mit der Bahn über den Gotschnagrat, Schiferbahn auf den Weissfluhgipfel. Hierbei produzierten wir doch diverse „Ausritte“. Neben dem Maierhoftalilift ging es dann wieder runter in Richtung Wolfgang. Alles in allem ein sehr intensiver Tag, bei super Verhältnissen, der sich nicht nur in meinen Oberschenkeln deutlich bemerkbar machte.

Kurz vor der Abfahrt nach Davos Laret

Kurz vor der Abfahrt nach Davos Laret

Am Tag 5 wechselten wir dann das Skigebiet. Hier nutzen wir den Aufstieg in das Gebiet Jakobshorn, wo wir sehr zügig „nach hinten“ abfuhren. Nach einem kurzen Anstieg, ging es über eine sehr schöne Freeride Piste in Richtung Teufi. Von dort mit einem Sprinter zurück nach Davos, hier in den Skibus zum Gebiet Pischa. Pischa liegt ein wenig außerhalb, in Richtung Flüelapass. Auch hier wurde nicht lange gefackelt, es ging direkt auf einem Grad, bis wir am Fuße eines Berges standen. Hier wurden die Ski an die Rucksäcke gepackt und es ging gut zwanzig Minuten intensiv den Berg hinauf. Eine andere Gruppe schnallte sogar Felle an. Die Mühe des Aufstiegs hat sich aber gelohnt! Vor uns lang ein wunderschöner Tiefschneehang auf dem man sich so richtig austoben konnte. Auch waren vor uns bisher nur sehr wenige Skifahrer dort unterwegs gewesen. Über lange Hänge und einem gut zu fahrenden Schutzwald, war unser Ziel Davos Laret. In Laret wurde die halbstündige Wartezeit auf den Skibus,  schon mal als Mittagspause genutzt. Mit dem Skibus zur Parsenn Bahn, hier auf den Weissflugipfel und dann ziemlich direkt zum Seetäli Lift. Oben angekommen, kurz gequert um dann mitten im Skigebiet über eine schöne Tiefschneeabfahrt wieder zur Talstation der langen Schiferbahn zu kommen. Geplant war eigentlich noch bis Klosters ab zu fahren. Da wir aber noch einen Termin um 17:15 Uhr hatten (Röstiessen mit der gesamten Frosch Truppe) wollten wir die Tour ein wenig verkürzen. Und da man nach die Skifahren, vor allem nach einem wieder sehr intensiven Tag,  gerne die Dusche benutzt, kürzten wir dann mit der Schiferbahn und der Abfahrt direkt zum unserem Hotel, das ganze doch ein wenig ab.

Tag 6: Heute war wieder Jürg unserer Guide. Es ging diesmal zum Rinerhorn. Die Tage zuvor ging es immer sehr schnell in den Tiefschnee, an diesem Tag war ein wenig mehr einfahren auf Skipisten angesagt. Die ungespurten Hänge neben der Piste wurden natürlich nicht außer acht gelassen. Den Tag habe ich mit meinem GPS Gerät mitgeschnitten. (Siehe Karte). Davos1202015Die erste Freeride Tour ging in Richtung Mühli. Auch hier im obereren Teil wunderschöne Tiefschneehänge, der Weg durch den Schutzwald ist aber sehr eng und ziemlich unübersichtlich. Hier mussten wir besonderen Augenmerk auf Steine legen. In Mühli angekommen, wo wir dann unsere gestrige Röstihütte bei Licht betrachten konnten, ging es dann neben der Langlaufpiste bis Frauenkirch. Die Langläufer finden das nicht so spaßig wenn einem Skiläufer entgegen kommen. Da gab es auch schon mal den eine oder anderen Kommentar. Von Frauenkirch mit dem Skibus wieder zurück zur Talstation Rinerhorn und weiter zum Nüllisch Grat. Ziel war von hier aus, die wieder die Talstation Rinerhorn. Der Weg runter war vor allem im Schutzwald doch eher supoptimal, um es vorsichtig auszudrücken. Hinzu kam, dass ich bei dieser Tour massive Probleme mit der Bindung meiner Ski bekam, die lösten ständig aus 🙁  Hier habe ich leider jede menge Kondition gelassen, weil man jedes mal mindestens einen halben Meter ein sank. Außerdem kommt dann noch der gemeine Kopf ins Spiel, man fühlt man sich einfach nicht mehr 100 % sicher und sofort kommt dann Unsicherheit ins Spiel. Und da mein Spruch immer lautet, Skifahren wird im Kopf entschieden …. An der Bergstation wurde meine Bindung dann ein wenig stärker eingestellt, damit ich den restlichen Tag noch mitfahren konnte. Nach einer guten Mittagspause ging es dann nochmals über Mühli nach Frauenkirch. Die beiden unterschiedlichen Routen im oberen Teil der Strecke kann man auf der Karte sehr gut erkennen. Damit endete das Freeride in Davos.

Meine Ski habe direkt zum Service gebracht. Aus irgendeinem nicht erklärlichem Grund hat sich die Bindung bei beiden Ski verstellt. Sie stand auf 5 und gehörte eigentlich auf 8,5 eingestellt. Das sich die Bindung extrem schnell löste, war auf Grund meines Gewichts und meiner Größe nicht verwunderlich. Die Bindung wurde mit einer Maschine getestet und danach geht man doch mit einem deutlich besserem Gefühl auf die Piste.

Tag 7. Das Freeride Camp war ja beendet, aber unsere Truppe verabredete sich dann für den Tag und zusammen mal Ski zu fahren, Prämisse war, heute nur Piste! Nach vier Tagen fast ausschließlich abseits der Piste, sollte es heute zur Abwechselung ein reiner Pistentag werden. Über das Parsenn Skigebiet ging es sehr zügig nach Klosters. Hier in den Skibus um zum Skigebiet Madrisa zu kommen. Diese Gebiet hatten wir die ganze Woche noch nicht gesehen.

Madrisa

Madrisa

Oben angekommen, ging es dann erst mal über eine extrem harte Skiroute (wie war das mit dem, wir fahren heute nicht abseits 😉 ) zur Bergstation Madrisa. nach der Tour, bei der wir heftigst durchgerüttelt wurden, gab es dann wirklich keine Abseitstour mehr! Ganz ehrlich, wir jetzt langten wir so richtig zu! Einfach die Ski laufen lassen, war  das Motto. Dazu bietet dieses Gebiet eine sehr schöne, lange und abwechslungsreiche Talabfahrt. Die nahmen wir dann auch drei mal unter die Ski. Wieder zurück mit dem Skibus nach Klosters und über die Schiferbahn zu unserem Hotel. Da Thomas noch am gleichen Tag abreiste, Kevin und Christoph direkt am nächsten Morgen, war dann Verabschiedung angesagt. Ich kann nur sagen, Danke es hat mir mit euch sehr viel Spaß gemacht!

Tag 8. Es ging noch mal zum Jakobshorn, was für mich bei der gesamten Woche doch ein wenig zu kurz gekommen war. Das Wetter verschlechterte sich jetzt auch zusehends. Wir waren jetzt „nur“ noch zu zweit. Das Jakobshorn wurde erkundet und gegen 13:00 beschlossen wir dann uns auf die Talfahrt zu begeben. Über die beinharte Route 13 ging es nach Müli und dann nochmals über die uns langsam sehr bekannte Langlaufstrecke nach Frauenkich.

Fazit: Eine super Woche, weil wir natürlich sehr viel Glück mit dem Wetter hatten. Neuschnee und Sonne, was will man eigentlich mehr? Eine sehr nette Truppe, super Führung durch unsere Guides. Ich kann eine solche Freeride Woche es nur empfehlen! Und wenn Frosch mal keine Freeride Woche in Davos im Programm hat, man wird sich sicher direkt an Jürg oder Christoph wenden dürfen.

Links:

Homepage von Christoph http://www.snowdocdavos.ch/de

Homepage von Jürg: http://www.inandout.ch/

Schneesuche Jahreswechsel 2014/2015

Ich habe mich am 2. Weihnachtstag aufgemacht um in der Innerschweiz nach Schnee zu suchen. Die Schneelage in den Alpen war ja allgemein besch …. Durch den Schneefall am 26.12 und 27.12 wurde die Lage ein wenig besser. Leider fiel der Schnee auf viel zu warmen Boden. Hinzu kam ein ordentlicher Wind, der den Neuschnee auch noch verblies. Am 28.12.2014 ging mein Weg dann nach Andermatt auf den Nätschen. Die ersten zwei bis drei Stunden waren Top. Auf der Piste konnte man gut fahren, neben der Piste fast gar nicht. Einige Pisten, vor allem die schwarzen waren geschlossen, ebenfalls die Talabfahrt nach Andermatt über die Oberalppassstraße. Gegen 14 Uhr fing es dann an zu schneien und ordentlich zu ziehen. Es wurde extremst ungemütlich. Gegen 15 Uhr habe ich dann abgebrochen, es macht wirklich keinen Spaß mehr.

Silvester versuchte ich dann mein Glück auf der Klewenalp. Auch hier bis zum Mittag gute Verhältnisse, man konnte gut neben der Piste fahren, bis der Nebel so richtig rein zog. Schließlich reichte es dann vor allem im Teil des Klewenstocks nur noch dazu, von Stange zu Stange zu fahren. Dazu gab es an dem Tag auf der Klewenalp viele Skifahrer, es schien doch für die gesamte Umgebung so der erste brauchbare Skitag zu sein. Auch einige Skiclubs fuhren ihre ersten Rennen. Im tieferen Bereich war die Sicht durch den Wald und Baumbestand sehr gut, aber 3 Minuten Ski fahren um dann wieder eine viertel Stunde anstehen, sind auf Dauer nicht wirklich schön. Auch hier habe ich dann so gegen 15:00 Uhr gesagt, dass war es dann für mich und somit habe das Skifahrjahr 2014 abgeschlossen.

Am 2. Januar dann ein weiterer Versuch in Andermatt, diesmal auf dem Gemsstock. Obwohl ich vor 9 Uhr an der Kasse das Ticket kaufte durfte ich dann erst mal eine Stunde anstehen, für die erste Sektion, um kurz nach 11 war ich dann auf dem Gemsstock und noch keinen Zentimeter gefahren. Endlich aber mal gute Sicht und gute Verhältnisse über den ganzen Tag. Am Gemsstock kann man auch sehr gut neben der Piste fahren. An dem Tag bin dann mal ans fahren gekommen. Die Mittagspause war dann das warten auf die Gondel um wieder zum Gemsstock zu kommen 😉  Der dritte Versuch und endlich ein brauchbarer Skitag. Abfahren vom Gemsstock ging nicht, die Abfahrt ins Tal war gesperrt und das wie ich später erfahren habe nicht ohne Grund. Im unterem Bereich durfte man mehrmals abschnallen. Als ich dann kurz vor 17:00 Uhr Schluss machte, regnete es in Andermatt. Für die ohnehin nicht besonders guten Verhältnisse, ist so was natürlich echt nicht hilfreich. Somit blieb dieser Skitag dann der erste und bisher einzigste in diesem Jahr.

Noch ein paar Worte zu Andermatt. Nach dem Bau des neuen Luxushotels Chedi in Andermatt, welches sich meiner Meinung nach super in die Bebauung Andermatts einfügt und das Dorfbild nicht beeinträchtigt, werden zur Zeit die Chalets gebaut. In Andermatt muss dringend in die Skiinfrastruktur investiert werden. Die Arbeiten sollen im letzten Jahr begonnen haben. Acht Bahnen sollen modernisiert werden, hier vor allem der eigentlich schon länger nicht mehr akzeptable Sessellift auf den Nätschen und die erste Sektion der Gondelbahn auf den Gemsstock. Hinzu kommt die eine neue Verbindung nach Sedrun und ein Einstieg ins Skigebiet Andermatt/Sedrun über den Nätschen ab  Göschenen. Dies wird die nicht ganz ungefährliche Auf- und Abfahrt mit dem Auto nach Andermatt entschärfen. Wie schnell das geht, wird man sehen. Laut Webseite der Skiarena Andermatt/Sedrun soll die Verbindung nach Sedrun in Winter 206/2017 stehen. Hier ein PDF-Dokument mit den zukünftigen Bahnen. Ich bin dann auch mal auf die Preise gespannt, ein Tagesticket für den Gemsstock kostet heute schon 58 CHF. Ich fürchte Ticketpreise um die 80 CHF, in Flims/Laax ist man ja heute schon bei 74 CHF. Tageskarten in Andermatt werden ein echtes Luxus werden.

Einige wenige Bilder habe ich auch gemacht, bei schlechtem Wetter photographiert man eben nicht so viel. https://www.apeters.net/bilder/berge/bauen20142015/index.html

Ein Zebra bei fremden Zebras

Mich hatte es ja auf Grund des Spiels meiner Zebras bei Holstein Kiel in den Norden verschlagen.Und dank der Mauerfalltickets der Bahn stellte sich da ja auch noch als kostengünstig heraus. Zum dem Spiel meiner Zebras habe ich glaube ich genug gesagt 😉 und ja auch ein wenig geschrieben.

Es ergab sich aber für mich die Möglichkeit ein Spiel in der Pilze Liga des Handballs zu sehen. Ich, der höchstens mal ein Handballspiel des MTV Dinslaken sieht, wollte mir die Chance das Spiel THW Kiel gegen Paris St. Germain nicht entgehen lassen. Durch gute Kontakte, hier nochmals Danke, konnte ich für das Spiel ein Ticket erstehen. Was mich erst mal überraschte war, ich konnte ein Stehplatzticket ordern! Davon dass es beim Handball überhaupt Stehplatztickets gibt, hatte ich noch nie gehört! Gebucht wurde ein Stehplatzticket für schlappe 13€. Hinzu kam auch noch einiges an Gebühren und Versand. Also ein Preis, den man auch gerne für ein Fußballbundesligaticket zahlt. Das Spiel fand abends um 21:00 Uhr in der Ostseehalle, wie die Halle „Traditionalisten“ nennen, statt. Auch im Handball gibt es die Diskussion um Hallennamen, die durch Vermarktung Arenen heißen. Warum dass aber plötzlich Arenen werden, konnte mir bisher noch niemand erklären. Arenen verbinde ich immer mit Gladiatorkämpfen und Toten. Aber lassen wir die Diskussion.

Die Anreise zur Halle gestaltet sich auf Grund des Beförderungsmittels Fahrrad sehr unproblematisch. Die Ostseehalle kann gut 10.000 Zuschauer aufnehmen und die Verkehrssituation war, wenn man mit dem Auto anreiste alles andere einfach. Da sich die Polizei tagsüber völlig bei unserem Fußballspiel gegen Holstein verausgabt hat, hat sich natürlich auch niemand eingefunden um den Verkehr zu regeln. Nah, erkennt hier jemand Parallelen? Des Weiteren war keine Polizei mehr zu sehen. Hooligans haben den Handball noch nicht entdeckt. Die Sicherheit in der Halle regelte ausschließlich die Security. Die Ostseehalle ist ein ehemaliger Flugzeughangar aus Sylt, welcher mehrmals umgebaut wurde. Mich erinnerte die Konstruktion sofort an das Henkelmännchen in Köln. Einzig die vier Pfeiler in der Halle sind unterschiedlich. Somit gibt es wie im Olympiastadion Plätze mit Sichtbehinderung.

Es wurde fix vor dem Spiel noch ein Bier zu annehmbaren Preisen verinnerlicht. Mein Ticket war eigentlich für den 3. Rang. Ich entschied mich aber sehr bewusst für den 4. Rang unter dem Dach. Irgendwelche Ticketkontrollen in der Halle gab es nicht. Die Pilze Liga im Handball ist genauso durchorganisiert wie die im Fußball, Einlauf, Flaggen, Hymne etc. Jeder Spieler wird einzeln vorgestellt, auch die Gäste. Hier gab es Applaus für jeden Spieler von PSG. Bei PSG spielen drei ehemalige Spieler des THW. Omeyer der Torhüter bei PSG ist sogar auf der Legendenwand des THW montiert. Ich denke, wenn Julian Koch als Gegner bei uns auflaufen würde, gäbe es einem ebenfalls sehr freundlichen Empfang. Ansonsten dürften sich einzeln vorgestellte Gäste, im Fußball doch eher etwas anderes anhören. Ich schrieb alle Gäste, nur nicht wirklich alle, einer handelte sich direkte bei der Vorstellung ein riesen Pfeifkonzert ein. Warum das so war, konnte mir keiner den ich gefragt habe sagen, irgendwas muss aber im Hinspiel gewesen sein. Als ich dann dessen Rückennummer sah, hatte ich ein Déjà-Vu. Der hatte die Rücknummer 90! Erster Gedanke, ist der Hecht von Hiesfeld mal eben zum Handballspieler bei PSG mutiert? Die Pfiffe begleiten den Spieler M’Tima bei jeder Ballberührung. Die Kieler Zuschauer hatten ihn so richtig ins Herz geschlossen.

Zum sportlichen: Wie bereits gesagt, ich bin ja eher etwas geringeres Niveau beim Handball gewohnt. Also ich muss schon sagen, die Intensität, die Wucht und auch der Krafteinsatz während des gesamten Spiels waren beeindruckend! Kiel scheiterte mit dem ersten beiden Würfen direkt an Omeyer. Die Kieler Torhüter Sjöstrand hielt lange nicht einen Ball, jeder Abschluss von PSG, der aufs Tor kam, war drin. Der THW lag lang zurück, konnte mal mit einem Tor in Führung gehen, fing sich aber in der Regel sofort den Ausgleich. PSG für mich als Handballnovize mit einer Maßnahme, die ich so bisher noch nicht kannte, in Unterzahl wurde der Torhüter durch einen Feldspieler ersetzt. PSG spielte alle Angriffe lang aus, häufig bis zu dem Punkt, bis die Schiedsrichter Zeitspiel anzeigten. Der THW eher mit sehr schnellen Spiel, vielen Toren aus Tempogegenstößen. Der Treffsicherheit von Vujin war es in der ersten Halbzeit zu verdanken, dass der THW mit nur einem Tor zurück lang. Zehn Minuten in der zweiten Halbzeit änderte sich an dem Spiel fast nichts und dann hielt der Kieler Torhüter plötzlich drei Bälle hintereinander. Die Mitspieler trafen vorne, somit konnte der THW endlich in Führung gehen und ein Polster von drei Toren aufbauen. Jetzt hatte der THW viel Zeit beim Spielaufbau und traf vorne mit dem für mich in der zweiten Halbzeit überragenden Mann Canellas. Außerdem wurde fast jede Chance auf einen Tempogegenstoß genutzt und erfolgreich genutzt. Der dänische Nationalspieler Hansen, tat sich dann auch noch durch ein sehr hässliches Foul, bei dem er völlig unnötig eine Verletzung des Gegenspielers riskierte, hervor. Die Kieler Zuschauer hatten ab dem Zeitpunkt einen neuen „Lieblingsspieler“. PSG brachte dann keinen Druck und vor allem keine Schnelligkeit ins Spiel, um dem Rückstand aufzuholen. Diese zusammengekaufte Mannschaft scheint nur ein Tempo gegen zu können. Der THW stand in der Abwehr sehr sicher, der Torhüter hielt dann auch mal einen Ball, so dass ab ca. der 50. Minute das Spiel souverän über die Runden gebracht wurde. Danach hatte es aber lange nicht ausgesehen. Die Leistungssteigerung des Kieler Torhüters als Initialzündung entschied dann das Spiel. Wie ich so aus den Gesprächen der umstehenden Zuschauer heraushören konnte, sind die Torhüter wohl auch als Schwachpunkt ausgemacht.

Fazit: Für mich, der ja eher in den Handballniederungen zuhause ist, war es eine interessante Erfahrung. Alle Übertragungen im Fernsehen können die Intensität des Handballs nicht wieder geben. Das Tempo und auch der Druck der in der höchsten Klasse gespielt werden, sind beeindruckend. Und das Fußballspieler stellenweise Memmen sind, wusste ich eh schon vorher.

Hoch zum Rophaien

Eine Tour, die gar nicht geplant war! Eigentlich wollte ich den neuen Wildheuerpfad von den Eggbergen zum Oberaxen gehen. Der Wildheuerpfad ist relativ neu und mir nicht bekannt. Mehr Info zu dem Wildheuerpfad gibt es hier: http://www.eggberge.ch/wandern

Am Fleschseeli entschied ich mich dann, doch mal wieder auf den Rophaien zu gehen, unter dem Motto, Du warst schon ewig nicht mehr da oben. Zeitlich und vom Wetter her passte das ganz gut, es war nicht zu warm und Regen war eigentlich auch nicht in Sicht. Von See aus geht es ziemlich ordentlich bergan, bis man eine Alm auf gut 1900 m erreicht. Bis dahin ist die Tour eine völlig normale Wanderung. Dort oben gibt es noch weitere Möglichkeiten. Weiter ging es dann in Richtung Rophaien. Ich wusste, so ganz unkritisch ist der Weg nicht. Der Weg ist mittlerweile sehr gut markiert. Es wird auch auf den Wegweisern darauf hingewiesen, dass diese Tour hochalpin ist und dass es an Erfahrung braucht. Der Weg ist mit der Schwierigkeit T4 ausgezeichnet, was meiner Meinung nach auch passt. Man muss zum Gipfel doch über einige Grate klettern, die zwar alle mit Seilen gesichert sind, aber wenn es links und rechts gut 500 m direkt bergab geht, sollte man Fehltritte besser vermeiden. Auch der Fotoapparat bleibt bei solchen Aktionen besser im Rucksack, deshalb gibt es von den exponierten Stellen von mir keine Bilder! Nach gut einer Stunde erreicht man dann den Gipfel, ich habe von der Bergstation Eggberge bis zum Gipfel ein wenig mehr als drei Stunden gebraucht. Irgendwie hatte ich gute Beine. Auf dem Gipfel, eine Überraschung. Dort traf ich zwei junge Schweizerinnen, die den nicht ganz so exponierten Aufstieg von Riemenstalden gewagt hatten. Nach gut zwanzig Minuten auf dem Gipfel, hatte der Wettergott wohl was gegen uns. Rund herum Sonnenschein, auf dem Gipfel regnete es. Ich sah zu das ich da zügig wieder runter kam und nahm den auch nicht ganz unkritischen Abstieg zum Oberaxen. Nach gut 20 Minuten hatte der Wettergott aber ein Einsehen und stellte den Regen ein. Es riss wieder auf, die Sonne schien aufs Haupt und die Schweißtropfen rannen nur so herunter. Der Weg runter von Rophaien ist ein langer und vor allem im ersten Teil ein steiler Abstieg. Es ist alles dabei, Felsen, Wurzeln, Matsch und Almwiese. Nach einer kurzen Rast auf dem Oberaxen nahm ich dann den letzten Teil in Angriff. Der Abstieg nach Flüelen und dann weiter zur Talstation der Eggberge Bahn. Dort stand ja mein Auto. Für mich wurde dieser Weg immer länger. 1000 Hm hoch und gut 1400 Hm runter hatten in meinen Beinen doch Spuren hinterlassen. Vor allem das letzte Stück durch Flüelen und dann noch die Asphalttreterei bis zur Talstadion zogen sich ordentlich. Nach alles im allem knapp 7 Stunden war ich dann wieder an meinem Auto.

Fazit: Manchmal hat man doch sehr komische Ideen. Aber die Tour hat sich trotz des kurzen Regens auf dem Gipfel gelohnt. Ich bin sicher diese Tour das letzte Mal vor gut dreißig Jahren gelaufen, irgendwann mal zwischendurch war ich auch noch mal oben, da bin ich aber über Riemenstalden aufgestiegen. Das Panorama auf dem Rophain entschädigt für die viele Mühe die man mit dem Berg hat. Die Sicht oben hätte besser sein können, aber in diesem Sommer muss man überhaupt erst mal froh sein, ein paar stabile Wettertage zu finden.

Bilder: https://www.apeters.net/bilder/berge/bauen092014/rophaien/index.html

Von Bauen über Seelisberg nach Treib

Eine Wanderung, zum gefühlt sicher hundertsten mal gelaufen. Aber schon nach 50 m eine Neuerung. Ein neuer Weg direkt am Bach hoch und dann oberhalb von Bauen verläuft, hat eine wunderschöne Aussicht auf den Urner See. Weiter geht es dann ab der Rütli über den mir sehr wohl bekannten Weg nach Seelisberg. Von Gwand aus ging es weiter zum Schlösschen Beroldingen. Auch hier oben, sehr viele neue Wanderwege, zum Teil so gut ausgebaut, dass man den Kinderwagen mitnehmen kann. Dazu einiges an Feuerstellen und neuen Aussichtspunkten. Auch die Kinder wurden nicht vergessen, ein neuer Kinderspielplatz am Rand von Seelisberg ist erstanden. In Seelisberg vorbei an den Gurus, die könnten an ihrem Gebäude mal was tun. Wer sich den „Verein“ mal ansehen will, Bitte: Link

Weiter ging es durch Seelisberg nach Treib. Kein besonders schöner Wanderweg, viel Asphalt und sehr unterschiedliches unruhiges Gelände. Auch der Wanderweg Raumplanung, mit vielen Hinweistafeln zur Raumplanung, macht den Weg nicht besser. Nach gut 3 Stunden incl. einiger kleiner Pausen ging es dann mit dem Schiff über Brunnen wieder zurück nach Bauen. Da es ein sehr schöner Tag war, habe ich natürlich auch ein paar Fotos geschossen: https://www.apeters.net/bilder/berge/bauen092014/seelisberg/index.html

Auf der Suche nach den ersten Rheinbrücken

Zeitig ging es los mit dem Auto über die N2 in Richtung Gotthard. Leider wurde man durch diverse kleine Staus doch etwas behindert. Vor dem Gotthardtunnel war der Stau dann gut 6 Km lang. Wir beschlossen in Wassen abzufahren und die Kantonsstraße zu benutzen. Die Idee war zwar nett, aber auf dem Weg nach Göschenen gab es zwei Baustellen mit einspuriger Verkehrsführung. Auch hier standen wir ein ganze Zeit lang. Von Göschenen nach Andermatt gibt es ebenfalls noch mal zwei weitere Baustellen. Unser erster Gedanke war eigentlich von Andermatt nach Wassen zu wandern. Auf Grund der begrenzten Zeit mussten wir uns dann aber doch um entscheiden. In Andermatt angekommen fuhren wir weiter zum Oberalppass. Da ich noch nie an der Rheinquelle war, schien uns das ein lohnenswertes Ziel zu sein und die ersten „Rheinbrücken“ zu suchen.

Unterhalb des Oberalppasses

Unterhalb des Oberalppasses

Vom Oberalppass ging es kurz hinter und dann ziemlich zügig weg von der, an diesem Tag extrem lauten Passstraße. An der A3 in Hünxe ist es mit Sicherheit nicht lauter. Sehr viele Motorradfahrer waren an diesem Tag unterwegs und sorgten für einen guten Lärmpegel. Je weiter man aber sich von der Passstraße entfernt, umso leiser wird es dann doch. Der Weg verläuft im ersten Teil ziemlich am Hang lang um dann nach einer Abzweigung ordentlich anzusteigen. Hier muss man über sehr viel Stein laufen. Nach gut 1 ½ Stunden erreichten wir dann die Rheinquelle. Ein Schild sagt, der Rhein sei 1320 Km lang. Das ist aber wohl falsch, die richtige Länge ist 1230 Km.

Schild Länge des Rheins

Schild Länge des Rheins

Nach einer kurzen Rast machten wir uns dann auf den Weg die ersten Rheinbrücken zu suchen. Sehr zeitig, wurden wir fündig. Nur waren wir uns nicht sicher, ob das jetzt so gewollt war/ist, oder ob diese Brücke ein Zufallsprodukt der Natur ist.

Rheinbrücke Nr. 1

Rheinbrücke Nr. 1

Also folgten wir dem, hier noch ein echter Bergbach, Rhein noch ein wenig, bis wir dann zweifelsfrei auf eine Rheinbrücke stießen. Eindeutig hat die Natur keine Hand angelegt. Diese Brücke wurde dann auch im Foto festgehalten. rheinquelle4Etwas unterhalb dieser Brücke folgten wird dann einem Weg für Mountain-Biker um später wieder auf den Pfad zu gelangen, den wir auch auf dem Hinweg benutzt haben. Noch ein kurzes Stück berauf an der Bahnlinie der Matterhorn-Gotthard-Bahn entlang und schon sind wir mitten in den Alpen an einem Leuchtturm. Ich denke, der ist dem Ende dieses Flusses gewidmet. Hier gibt es natürlich auch einige „Touristenfallen“ die sinnigerweise auch noch Rheinquelle(n) heißen. Von hier gibt es den Zugang zum Skigebiet Sedrun. Die Skigebiete Andermatt/Nätschen und Sedrun sollen im Jahr 2015/2016 verbunden werden. Da wir leider ein wenig zeitig eingebunden waren und wir noch die diversen Staus auf dem Weg erwarteten, sind wir dann nach gut drei Stunden Wanderung, wieder in Richtung Vierwaldstätter See. Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Bis auf zwei kurze Stopps vor Baustellenampeln kamen wir dann doch sehr zeitig an unserem Quartier an.

Fazit: Für uns Rheinländer eine richtig gut geh bare Tour, zur Quelle des Rheins. Wenn man dann sieht, was aus diesem kleinen Flüsschen in der Nähe des Oberalppasses wird ….

Eine kleine Galerie mit Bildern habe ich auch angelegt: https://www.apeters.net/bilder/berge/bauen092014/rheinquelle/index.html

Tour mit dem Postauto von Flüelen nach Luzern und retour

Aufgrund einer Einladung trafen wir uns um 13:00 Uhr in Flüelen am Bahnhof. Keiner der Gäste wusste, was dieser Tag bringen sollte. So ließen wir uns einfach überraschen.
Mit dem nostalgischen Postbus ging es von Flüelen durch den Seelisbergtunnel nach Beckenried. Autobahnfahren macht mit diesem Gefährt, das eine Spitzengeschwindigkeit von 76 Km/h erreicht nicht wirklich Spaß. Es rappelt doch gewaltig. Von Beckenried aus ging es über Kantonsstraßen von über Stans nach Luzern. Auf dieser Strecke kam die Klimaanlage des Busses zum Einsatz. Der Bus hat ein Cabriodach, welches elektrisch geöffnet werden kann. Es ging zur FH in Luzern in das vernetzte Haus, oder besser ihomelab. Uns wurden die Möglichkeiten gezeigt, die vernetzte Häuser heute bieten können. Besonderer Wert wurde beim ihomelab auf Energieeinsparung und das Wohnen im Alter gelegt. Unter http://www.ihomelab.ch/ gibt es dazu weitere Informationen. Nach der 45 minütigen Führung ging es wieder in den nostalgischen Bus. Eine Diskrepanz zwischen Nostalgie und Wirklichkeit, die kaum größer sein kann. Über die Stadtstraßen Luzerns, unter dem Einsatz der Postautofanfare, war unser nächstes Ziel das Verkehrshaus der Schweiz. Wer die Postautofanfare nicht kennt, kann sie sich hier gerne mal anhören: http://www.postauto.ch/pag-posthorn.htm
Ein sehr glücklicher Zufall wollte es, dass es in der Schweiz an diesem Tag die lange Nacht der Museen gab. Hierzu trafen im Verkehrshaus sehr viele fahrbereite Oldtimer ein. Diese Oldtimer fuhren in die City, das Verkehrshaus liegt ein wenig außerhalb, und holten die Gäste für die lange Nacht der Museen ab und brachten die Besucher ins Verkehrshaus. Unter der sachkundigen und sehr engagierten Führung des Leiters des Verkehrshauses Martin Bütikofer ging es in einem kurzen Rundgang durchs Verkehrshaus. Über die Halle der Schifffahrt ging es zum ersten U-Boot der Schweiz. Mir war überhaupt nicht bekannt, dass es in der Schweiz überhaupt U-Boote gab/gibt. Schweiz verbindet man doch mit allem möglichen, aber U-Boote ist so ziemlich das letzte was mir in Verbindung mit der Schweiz einfällt. Das U-Boot, es wird zurzeit restauriert und soll am 31.10.2014 der Öffentlichkeit vorgestellt werden, wurde 1964 im Genfer See in Betrieb genommen. Die Menschen sollten mit diesem U-Boot sehen können, wie die Welt unter Wasser aussieht. Zu sehen gab es aber auf Grund der Trübheit des Wassers aber relativ wenig und die Mitfahrer waren enttäuscht. Dieses U-Boot soll aber massiv dazu beigetragen haben, für die Reinheit der Gewässer in der Schweiz zu sorgen. Über die Luftfahrthalle und das Außengelände ging es in die Eisenbahnhalle. Ich war vielleicht das letzte Mal vor gut zwanzig Jahren im Verkehrshaus. Auch in der Eisenbahnhalle wurden viel mehr spielerische, aktive Elemente eingebaut. Dampfloks gibt es dort sehr wenige, die Schweizer Bahnen haben sehr früh auf Elektrifizierung gesetzt. Als letzte Halle ging es in die mir völlig neue Fahrzeughalle. Auch hier viel mehr Interaktivität, Autos die man sich von nahem ansehen will kann man computergesteuert aus einem Regal holen. Zurzeit können auf Grund des vorhandenen Platzes gut 120 Exponate nicht ausgestellt werden. Die Exponate werden aber in regelmäßigen Abständen ausgetauscht. Die Führung über gut 1 ½ Stunden verging wie im Fluge. Das ist mit Sicherheit der unterhaltsamen Führung unter Martin Bütikofer zu verdanken. Alles in allem, sollte man aber für das Verkehrshaus in Luzern einen kompletten Tag einplanen. Das neue Planetarium und auch das 3D-Kino haben wir gar nicht zu Gesicht bekommen. Der Eintritt ist nicht wirklich günstig, aber allemal lohnenswert. Mehr Infos unter: https://www.verkehrshaus.ch/

Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit ging es dann wieder zurück nach Flüelen, wobei hier die alte Seeroute über Weggis, Vitznau und Brunnen benutzt wurde. Auch diese Strecke bin ich ewig nicht mehr gefahren. Hinzu kam, dass wir einen exzellenten Ausblick auf den Pilatus und die Engelberger Berge hatten. Gut sechs Stunden nach unserem Start kamen wir wieder in Flüelen an. Eine wunderschöne Tour, mit extremen Gegensätzen, aber das war ja auch das wirklich spannende daran. Vielen Dank an Thomas, der diese Tour organisiert hat. Einfach nur eins, Top!

Bilder zu der Tour sind hier zu finden: https://www.apeters.net/bilder/berge/bauen092014/f-lu-f

Zusammenfassung, oder in aller Kürze

Hier die Entwicklungen der verschiedenen Werte über die Jahre, welche eine deutliche Sprache sprechen.

Schaubild Umsatzerlöse

Umsatzerlöse

Wie man hier deutlich sieht, steigt der Umsatz ab 2005 gewaltig. Der Aufstieg in die erste Liga und das neue Stadion tragen ihren Teil dazu bei. Die Umsätze, die in der ersten Liga erreicht werden (2006 und 2008), werden in der 2. Liga nur dann erreicht, wenn man das Pokalfinale erreicht. Die „Zwischenjahre“ (2007 und 2009) sind auch noch gut, ein längerer Verbleib in der zweiten Liga lässt die Umsätze massiv schrumpfen. Ein Drittel der Umsätze kommen aus den Fernsehgeldern. Brechen diese ein (sportliches Abschneiden in 2012) geht der Umsatz sofort zurück und kann durch Sponsoring o.ä. nicht mehr kompensiert werden. Die Folge sind hohe Verluste.

Schaubild Fehlbetrag

Fehlbetrag

Hier ist es ganz deutlich zu sehen, nur in der 1. Liga (2006 und 2008) wird Geld verdient. Ausnahme ist das Erreichen des Pokalfinale (2011).

Schaudiagramm Bilanzverlust

Bilanzverlust

In diesem Diagramm sieht man sehr gut, wie sich der Verlust über Jahre hinweg entwickelt. Auch hier wieder, nur in den Erstligajahren kann man die Verluste zurück fahren.

Schaubil Buchmässige Überschuldung

Buchmässige Überschuldung

Hier sehr deutlich zu sehen, der MSV hat sich nach der Kirch Pleite nie wirklich aus der buchmäßigen Überschuldung befreien können.

Fazit: Auch in der Amtszeit von Walter Hellmich hat mehrfach die Insolvenz gedroht. Im Jahr 2010 war es schon so knapp, dass die Marketingfirma seines Sohnes, keine Provisionen bekommen hat. Diese Provisionen lagen im Schnitt bei ca. 2 Mio. € Der KGaA drohte also schon Mitte 2010 die Insolvenz. Aus meiner Sicht hätte man allerspätestens 2009 nach den Nichterreichen der ersten Liga, massiv gegensteuern müssen. Dazu gehört die Stadionmiete, die laut Bilanz in Höhe von 3,6 Mio. € liegt. Diese Miete ist von fast keinem Zweitligisten zu tragen. Nach einer Veröffentlichung in der Sportbild, bezahlt die KGaA die sechsthöchste Miete aller Erst- und Zweitligisten. Mittlerweile ist ein Punkt erreicht, an dem gar keine Miete mehr bezahlt werden kann. Offiziell sind diese Mieten nur gestundet, also wird der Schuldenberg wird immer höher. Der sehr häufig kritisierte Marketingvertrag wurde gegen eine Abstandssumme aufgelöst. Die Abstandssumme, so scheint es, hat die KGaA schlussendlich in massive Liquiditätsprobleme gebracht. Diese traten dann im November 2012 für jeden sichtbar auf. In der Presse war die Rede davon, dass Löhne und Gehälter nicht gezahlt werden konnten. Erst Darlehen und zusatzliche Sponsoring Einnahmen in Höhe von 5 Mio. € sorgten dafür, dass die Saison überhaupt zu Ende gespielt werden konnte. Bei der DFL hat man die abenteuerlichen und zum Teil dilettantischen Versuche die Lizenzerteilung für die Saison 2013/2014 zu erreichen, nicht mehr mitgemacht. Der Lizenzentzug hat sich lange vorher abgezeichnet.